8 Dinge, die du über unseren neuen Vorstand wissen solltest

Es ist offiziell: Im März 2020 hat eine neue Vorstandsperiode im IdeenTriebwerk Graz begonnen und daher stellen wir euch ein neues Vorstandsteam vor! Unsere Präsidentin Julia Leitinger wird ab sofort von den langjährigen Mitgliedern Denise Vorraber (Head of Operations und Community Manager) und Caterina Höller (Head of Finance und HR) im Board unterstützt. Gemeinsam bilden sie zum ersten Mal in der Geschichte des IdeenTriebwerks einen ausschließlich weiblichen Vorstand.

Wie viel Power in den dreien steckt, haben sie in der Vergangenheit innerhalb, aber auch außerhalb des Vereins bereits oft bewiesen.

Im Interview sprach der neue Vorstand über die Vergangenheit im Verein, Pläne für die Zukunft und die Grazer Startup-Szene. Herausgekommen sind 8 Facts, die ihr über die drei Vorstandsmitglieder auf jeden Fall erfahren solltet.

#1 Sie sind bereits „alte Hasen“ im Verein

Julia Leitinger und Caterina Höller sind schon seit rund zwei Jahren im Verein, Denise Vorraber als ehemalige Präsidentin sogar schon seit 2016. Über die Jahre hat sich einiges verändert: Alle drei haben miterlebt, wie die Anzahl der Mitglieder gestiegen ist und der Verein sowie die Arbeit viel professioneller geworden sind.

Julia Leitinger: Zum einen hat sich das Team kontinuierlich vergrößert und damit ist auch die Professionalität gestiegen. Dadurch hat der Verein einiges an Bekanntheit gewonnen.Wir werden meistens gar nicht mehr als eine ehrenamtliche und studentische Organisation gesehen, sondern schon sehr mit einem Unternehmen verglichen. 

Denise Vorraber: Was sich intern bei uns verändert hat, ist, dass wir um eine Vielzahl gewachsen sind und um ein Vielfaches professioneller wurden, nicht nur wie wir Meetings veranstalten, sondern auch unser Task-Management usw.

Caterina Höller: Innerhalb des Vereins hat sich unsere Art zu arbeiten verändert, wir sind immer professioneller geworden und mittlerweile aufgebaut und strukturiert wie ein Unternehmen, jedoch mit einer sehr flachen Hierarchie.

#2 Sie haben einen vielseitigen Background und wissen, was es bedeutet, selbstständig zu sein

Unsere Präsidentin Julia Leitinger kam im Herbst 2018 zum IdeenTriebwerk; als selbstständige Grafikdesignerin war sie von der Startup-Szene fasziniert. Aktuell ist sie nicht nur selbstständig, sondern auch Creative Director bei der Agentur ado New Media.

Denise Vorraber dagegen war Studentin, als sie vor etwa vier Jahren dem Verein beigetreten ist und ihn später für 1,5 Jahre leitete. Aktuell ist sie selbstständige Pitch-Trainerin und bei der Crowdfunding-Plattform GREEN ROCKET im Business Development Management tätig. Ihre weiteren Projekte sind vielseitig: Sie ist im Advisory Board von MoreThanDigital und offizieller Facilitator von #IamRemarkable-Workshops sowie Gründerin der Female Mastermind-Treffen in Graz.

Caterina Höller trat im April 2018 ebenfalls als Studentin dem Verein bei, um sich neben ihrem Bachelor der Psychologie durch praktische Erfahrungen weiterentwickeln. Aktuell macht sie den Master in Arbeits- und Organisationspsychologie und zusätzlich den berufsbegleitenden Bachelor in Marketing & Sales an der FH Campus 02.

Julia Leitinger: Ich wollte durch das IdeenTriebwerk nicht nur mein Netzwerk, sondern auch meinen Horizont erweitern. Ich war nie eine große Netzwerkerin und habe mich lieber hinter meinem Bildschirm versteckt. Seitdem habe ich mich auch persönlich sehr weiterentwickelt und mittlerweile liebe ich es zu netzwerken.

Denise Vorraber: Ich war 2016 sehr stark auf der Suche nach extra-curricularen Aktivitäten. Als ich eine Ausschreibung des IdeenTriebwerks entdeckt habe, habe ich mich kurzerhand beworben. Dadurch wurde auch gleich meine Leidenschaft für Startups geweckt und der Rest ist Geschichte.

Caterina Höller: Ich habe die Endveranstaltung des Startup Playgrounds besucht, weil ich generell an Startups interessiert war. Ich fand es damals beeindruckend, dass eine solche Veranstaltung von einem so jungen Team organisiert wurde und dies auch noch als unentgeltliche Arbeit. Außerdem hat mich der Startup-Flair einfach mitgerissen.

Caterina Höller, Julia Leitinger und Denise Vorraber bilden den neuen Vorstand des IdeenTriebwerks

#3 Sie haben bereits Erfahrung im Führungsbereich

Alle drei haben sich bereits in unterschiedlichsten Bereichen im Verein engagiert. Julia Leitinger startete als Grafikdesignerin und als Social Media Manager, bis sie nur wenig später Teil des Vorstandsteam von 2019 wurde. Denise Vorraber ist nach ihrer Präsidentschaft sowie einer kurzen Zeit als Event Lead nun erneut dem Vorstand beigetreten. Für Caterina Höller begann ihre „Vereinskarriere“ im Eventmanagement. Mit ihrer aktuellen Position als Head of Finance und Head of Human Resources kann sie ihre Erfahrung in der Buchhaltung mit dem sozialen Aspekt verbinden.

Julia Leitinger: Durch meine Erfahrungen, die ich bereits in der Selbständigkeit gemacht habe, hatte ich keine Schwierigkeiten, Verantwortung zu übernehmen und den Verein nach außen zu repräsentieren. Anfangs ist es mir aber sehr schwer gefallen, auf einer Bühne zu stehen und vor Publikum zu sprechen, aber zum Glück wächst man mit seinen Aufgaben.

Denise Vorraber: Ich war zuvor schon einmal im Vorstand als Präsidentin und konnte somit schon live erleben, wie toll es ist, so einen Verein zu führen und welche Aufgabenbereiche dies umfasst. Dadurch, dass ich mich schon immer als „Mama des Vereins“ fühlte und auch jede Deadline, jede Aufgabe und jedes Detail im Blick hatte, war es nur eine Frage der Zeit, bis ich wieder in den Vorstand zurückkehren sollte.

Caterina Höller:  Für mich ist hier das Beste, dass man die Möglichkeit hat, viele verschiedene Bereiche auszuprobieren. Das erste Mal auf eine Vorstandsposition angesprochen wurde ich schon bei der Wahl des Vorstands 2019, was mich extrem gepusht hat. Da ich damals aufgrund meines Studiums nicht zusagen konnte, war für mich bei der diesjährigen Wahl des Vorstands klar, dass ich es dieses Mal auf jeden Fall probieren möchte.

#4 Sie haben keine Angst vor Herausforderungen

Wie in jeder neuen Position ergeben sich Challenges, die mit den neuen Aufgaben als Vorstandsmitglied einhergehen.

Julia Leitinger: Natürlich, sonst wäre es ja keine Herausforderung. Ich habe sehr vieles für mich lernen müssen, vor allem, wenn es darum geht, nicht jedem alles recht machen zu können. Ein Team mit etwa 25 Mitgliedern zu führen, ist nicht immer einfach, aber wir sind sehr bemüht, dass die Chemie untereinander stimmt, um als Team Großes zu leisten.

Denise Vorraber: Es gibt natürlich auch genug Schattenseiten. Es bedeutet viel mehr Zeit, Energie und Aufgaben. Aber solange es einem Spaß macht, sieht man diese Aspekte kaum.

Caterina Höller: Eine persönliche Challenge wird sein, dass ich durch meine neue Position im Vorstand auch nach außen hin repräsentativer auftreten sollte, was teilweise außerhalb meiner Comfort Zone ist. Meine beiden Vorstandskolleginnen haben mir einiges an Erfahrungen in der Startup-Szene voraus, da sie schon länger in dieser Position sind oder es früher schon mal waren. Gleichzeitig macht das die beiden für mich zu den perfekten Ansprechpersonen.

#5 Sie setzen sich für GründerInnen ein

Das Vorstandsteam des ITG besteht nun ausschließlich aus weiblichen Mitgliedern, zudem sind auch alle anderen Führungspositionen im Kernteam derzeit durch Frauen besetzt – eine äußerst positive Entwicklung. Jede von ihnen setzt sich auf unterschiedliche Weise für GründerInnen ein, denn sie sind überzeugt, dass das selbstständige Verwirklichen eines Traums etwas ist, das man einmal erlebt haben muss. Wir haben sie nach ihrem Rat gefragt, um als Gründerin diesen Schritt bestmöglich zu wagen.

Julia Leitinger: Die Selbstständigkeit ist ein ständiges Auf und Ab, da ist es wichtig, immer ein Ziel vor Augen zu haben und sich ein gutes Zeitmanagement und Selbstdisziplin anzueignen. Als Team muss man den Co-GründerInnen blind vertrauen können, außerdem ist eine gute Kommunikationsbasis das Um und Auf. Risiken muss man oft eingehen, aber das macht es auch ebenso spannend. Mein Tipp: immer einen Plan B haben.

Denise Vorraber: Einfach zu tun und Learning by Doing. Jeder macht Fehler, und ja, es wird auch nicht einfach. Aber die Selbständigkeit ist eine unglaublich bereichernde Aufgabe und man wächst unglaublich darin. Ein weiterer Tipp ist, sich immer mit Gleichgesinnten auszutauschen. Denn man glaubt oft, mit einem Problem alleine zu sein, doch man geht immer durch die gleichen Fehler und gegenseitig kann man sich hier pushen.

Caterina Höller: Seid mutig, aber lasst euch nicht blindlings auf die Selbstständigkeit ein. Versucht so viel Feedback wie nur irgendwie möglich zu bekommen und verarbeitet es. Man sollte sich immer gut überlegen, mit wem man gründet, denn man braucht ein Team, dem man blind vertraut. Außerdem sollte man sich fragen, warum man gründen möchte. Wenn man nicht selbst für seine Idee brennt, wie soll man dann andere davon überzeugen?

Das neue Vorstandsteam hat bereits große Ziele für den Verein

#6 Sie sorgen dafür, dass das IdeenTriebwerk über die steirischen Grenzen hinauswächst

Die Steiermark und insbesondere Graz sind die Heimat des IdeenTriebwerks, daher setzt auch der neue Vorstand alles daran, die Startup-Szene hier weiter zu vernetzen. Ein Ziel wird es aber auch sein, die Gründerszene ebenso über die Grenzen der Steiermark hinaus zu unterstützen. Mit dem neuen Department „Community Management“ werden zudem in Zukunft Startups, die bei uns pitchen, über einen längeren Zeitraum begleitet. So kann der Verein besser verstehen, was Gründerinnen und Gründer in der ersten Phase beschäftigt.

Julia Leitinger: Auf jeden Fall werden wir die Grazer Startup Szene weiterhin vernetzen, aber wir wollen unsere Fühler ausstrecken und auch über die steirischen Grenzen hinaus Startups unterstützen. Das IdeenTriebwerk selbst wird in Zukunft hoffentlich weiterhin gesund wachsen und ich freue mich, dass wir jedes Semester aufs Neue viele motivierte und talentierte Leute in unserem Team begrüßen dürfen.

Denise Vorraber: Die nächsten Ziele sind natürlich alle streng geheim… Aber es sei soviel gesagt: Der Verein soll und wird auch noch in 5 Jahren existieren und weiterhin die Startup-Szene in Graz prägen und unterstützen, mit dem Fokus, Startups noch mehr zu helfen.

Caterina Höller:  Wir werden immer professioneller, aber Platz für Spaß soll es auch in Zukunft bei uns geben. Für mich als Head of HR ist es besonders wichtig, dass wir, obwohl wir immer mehr werden, trotzdem weiterhin einen guten Zusammenhalt haben und die Familiarität, die uns verbindet, nicht verloren geht.

#7 Inspiration finden sie in ihrer Umgebung

Alle drei Vorstandsmitglieder lassen sich gerne von ihrer Umgebung inspirieren, auch wenn sie kein bestimmtes Vorbild haben. Ob durch die Natur, verschiedene Kulturen auf Reisen, in Büchern oder auf dem Weg zur Arbeit, überall finden sie Inspiration für ihre Kreativität.

Julia Leitinger: Es mag etwas klischeehaft klingen, aber Powerfrauen jeder Art haben mich seit meiner Kindheit geprägt. Meine Oma hat mit Anfang 20 ein Gasthaus ganz alleine geführt und das in den 50er Jahren, da musste man sich als Frau noch härter durchsetzen können als heute.

Denise Vorraber: Ich bin von vielen Sachen und Ereignissen inspiriert – von verschiedensten Personen, die ich tagtäglich treffe oder guten Dingen, die passieren.

Caterina Höller: Mich inspiriert jeder Mensch, der seinen eigenen Weg geht und sich traut er/sie selbst zu sein, egal was andere sagen, und der nicht aufgibt, wenn es mal schwierig ist.

#8 Die Grazer Startup-Szene ist wie eine Familie für sie

Ist man einmal in der Grazer Startup-Szene angekommen, so fühlt man sich schnell als Teil davon. Nicht nur, weil das Netzwerken bei einer Mischung aus bekannten und neuen Gesichtern immer spannend bleibt. Angefangen beim entspannten Umgangston bis hin zu einer großartigen Hilfsbereitschaft, die die Szene auszeichnet, ähnelt die Grazer Gründerszene einer Familie – darin stimmen alle drei überein.

Julia Leitinger: Die Grazer Gründerszene ist klein, aber fein – das erleichtert den Einstieg für neue Startups. Vor allem ist sie offen für alles, unterstützt sich gegenseitig und jeder Erfolg wird gemeinsam gefeiert. Umso mehr freut es mich, dass der Startup Spritzer seit mehr als 5 Jahren der Stammtisch der Community ist.

Denise Vorraber: Mir gefällt an der Gründerszene, dass sie wie eine große Familie ist. Wenn man bei ein paar Startup Spritzern dabei war, kennt man schon die Hälfte der Besucher und man kann gute Beziehungen aufbauen. Zudem herrscht eine unglaubliche Auswahl an Hilfsbereitschaft. Jeder ist sofort offen, einem zu helfen, sei es mit Kontakten, Erfahrung etc.

Caterina Höller: Wichtig sind nur die eigenen Ideen und Meinungen, egal wer man ist. Es werden Erfolge miteinander gefeiert und man versucht sich gegenseitig zu helfen, sei es mit Kontakten und Feedback oder auch gerade jetzt in der Corona-Krise, indem viele Startups gegenseitig füreinander werben und Informationen austauschen, wie etwa zu staatlichen Hilfsmitteln.

 

Vielen Dank für das spannende Interview und alles Gute für die nächste Zeit!